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Jahresrückblick 2016

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und bei uns kehrt langsam Ruhe ein. Es war, wenn man so will, ein Jahr voller "Specials". Von einigen der Projekte haben wir bereits erzählt, die entsprechenden Veröffentlichungen sind im Archiv zu finden.

Im Frühjahr ging es vorrangig um die Vorbereitungen für Sommerreise Nordsee, Weinbau und Stadionsitze.

Viel Planerei, viel hin und her - zum einen benötigten wir eine Drehgenehmigung für Paris (Stadionsitze), zum anderen gab es natürlich für die Sommerreise eine Menge zu recherchieren und vorzubereiten.

Ende Januar ging es zum ersten Mal nach Briedel zu unseren Winzern, Achim und Nicole Reis. (Weinbau)

Weinbau
Unter all den besonderen Drehs in diesem Jahr zählen die Ausflüge an die Mosel sicher zu den ganz besonderen. Es ist doch etwas Anderes, wenn man über einen längeren Zeitraum immer wieder an den gleichen Ort zurückkehrt.

Eine gewisse Vertrautheit entwickelt sich, man kennt die Leute, kennt die Gegend: "… den Hang hoch, dann links, dann ein Stück geradeaus, bei dem gelben Schild mit dem schwarzen Helikopter links runter und wieder rechts hoch…."

Sicher geschieht das nur zu einem gewissen Grad, da man sich in einem abgesteckten Radius bewegt. Man kennt eine Handvoll Leute mit Namen, den ein oder anderen Weg über diesen und jenen Weinberg.

Auch die tiefgreifenden Erkenntnisse, die sich bei den abendlichen Gesprächen über die Eigenarten der Moselaner ergeben, würden einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht zwingend standhalten.

Genau diese Mischung ist es aber, die die Sache so interessant macht, weil man eben nicht mehr ganz fremd, aber auch nicht zu Hause ist.

Kurz gesagt: Wir sind immer gerne an die Mosel gefahren, haben zudem bei den gemeinsamen Abenden mit Nicole und Achim noch einiges zum Thema Wein gelernt – aus professionellem Interesse, versteht sich.

 


Autokatalysator

I
m April, bevor die Nordseereise losging, starteten wir mit den Dreharbeiten für den Autokatalysator.

Ein Projekt, das unter dem Motto "Machen-wir-mal-eben-zwischendurch-bevor-die-ganzen-großen-Sachen-anstehen" gestartet ist.

Dass es dann nicht in dem Sinne "mal eben" über die Bühne gegangen ist, hat im Wesentlichen zwei Gründe:

1. In der Automobilindustrie klaut jeder von jedem und niemand will Gefahr laufen, wertvolles Know-how preiszugeben – was die Suche nach geeigneten Drehorten deutlich erschwert.

Man sollte meinen, wer schon im Innersten eines Atomkraftwerks oder auch im Hühnerstall des Papstes gewesen ist, kommt überall rein. Zugegebenermaßen ist der Konkurrenzkampf in diesen Branchen jedoch eher gering.

2. So ein Katalysator ist schon ein ziemlich komplexes Ding. Mit jeder Frage, die man beantwortet, durchbricht man gleichzeitig eine Wand, hinter der schon die nächsten Fragen lauern. 

An sich kein Einzelfall – im Grunde gehört sowas zum Wesen einer Recherche.

Dennoch macht es einen Unterschied, ob man nun die Wechselwirkungen verschiedener chemischer Reaktionen oder aber die Herstellung eines Zahnstochers ergründen will. Es braucht Knobelei und Vorstellungskraft, sowie zwei mehrstündige Sitzungen mit einem Chemieprofessor, bis der Plan für das Modell steht.

Ein Projekt, das sich als schwieriger als vorerst angenommen herausgestellt, uns alle gefordert und, wahrscheinlich genau deshalb, am Ende so viel Spaß gemacht hat.

 

 

So ereignisreich die ersten Monate des Jahres waren, so ging es im Sommer auch weiter. Im Mai war dann erstmal die Sommerreise dran.
Sie musste dieses Jahr ein wenig vorgezogen werden, da die Sendetermine zwischen Europameisterschaft und Olympiade angesetzt waren. Mehr dazu im Archiv. Außerdem gab es noch einen Sonderauftrag im Rahmen des diesjährigen "Maus-Türöffner-Tags".

Türen auf bei der Maus: Making of "Autokatalysator"
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ormalerweise ist es unsere Aufgabe, andere Menschen bei ihrer Arbeit zu beobachten, um den Zuschauern einen authentischen Einblick hinter sonst verschlossene Türen zu ermöglichen.

Dabei stößt man bei jeder Geschichte auf gewisse Details mit denen man im Voraus nicht gerechnet hätte – das ist der Punkt, an dem es interessant wird.
Da wir uns diesmal sozusagen selbst über die Schulter gucken, besteht der Reiz darin, sich mit etwas Abstand die eigene Arbeit vor Augen zu führen und zu überlegen:

Was ist für uns so alltäglich, dass es uns selbst im ersten Moment vielleicht nicht bemerkenswert erscheint? Da der Katalysator-Film für Sachgeschichten repräsentative Elemente enthält, eignet er sich gut für einen Blick hinter die Kulissen.

Vom Dreh in der Fabrik über die Stopptrick-Animation bis hin zur Sprachaufnahme - die typischen Elemente einer Sachgeschichte sind enthalten.
Im Normalfall erklären wir die Aufgabengebiete und Arbeitsschritte Anderer. Auch wir haben viele Routinen, viele Dinge die uns nicht bemerkenswert erscheinen, weil sie für jeden bei uns alltäglich sind. Allerdings gibt wohl gerade diese Routine und Erfahrung einem "Making of" das gewisse Etwas.

Sonne, Mond & Erde
Bereits im vergangenen Jahr haben wir ausführlich von dem Großprojekt Sonne, Mond & Erde berichtet. Die Arbeiten für diesen Film erstreckten sich über mehrere Monate und reichten sogar ins darauf folgende Jahr 2017.

Die Dreharbeiten sind mittlerweile abgeschlossen und die Sendung wurde ausgestrahlt. Vor allem die Zusammenarbeit mit Astronaut Alexander Gerst hat uns besonders große Freude bereitet und eine spannende Abwechslung geboten.